
Es war sehr heiss (ca. 40 grad) und da unsere klimaanlage zuviel benzin verbraucht,verzichteten wir also auf sie.
Unterwegs gab es die ersten 800 kilometer nicht wirklich viel zu sehen, wir passierten einige einsame roadhäuser in denen die zeit wohl in den 50er jahren stehen geblieben scheinte und mussten so einigen echsen auf der strasse ausweichen.

Die erste „attraktion“ war eine tankstelle bzw, eine kleine Siedlung am highway die von sich behauptet, dass dort sehr viele Ufos landen und auch schon entführungen von aliens stattgefunden haben sollen :-)
uns begrüsste dort erstmal eine grüne alienfamilie und ein hinweisschild, dass man aufpassen müsse da der highway auch als ufo landebahn benutzt würde.


ehrlich gesagt wundert mich das ein wenig, also wenn ich ein alien wäre würde ich mir bestimmt einen freundlicheren fleck zum landen und entführen suchen...
in dem roadhaus schmückten dutzende von zeitungsberichte über ufos und aliens die alten wände.


Es war sogar ein kingkong schrein aufgebaut, mir fehlte da aber jeglicher zusammenhang zu den aliens, aber was solls, bin ja in australien da ergibt wohl nicht immer alles sinn.

Nach einem kurzen zwischenstopp und einem feinen eis ging es dann in der brüttenden hitze weiter richtung osten.
Unser nächstes ziel waren die devils marbles (murmeln des teufels), sie erhielten ihren namen von kuhtreibern die früher immer wieder ihre grossen kuhherden durch dieses gebiet treiben mussten. Jedesmal wenn sie dieses gebiet passierten starben einige kühe, also dachten sie, dass dieses gebiet mit einem fluch belegt sei. In wirlichkeit sind in diesem gebiet aber unterirdische vulkanativitäten vorhanden und durch die gase die an die oberfläche gelangen werden die pflanzen vergiftet. Dies ist also der grund für das sterben der kühe.

Die devils marbles sind steinformationen die einfach unglaublich aussehen, die steine sind zum teil oval wie ein ei und stehen frei aufeinander. Ich habe so etwas noch nie zuvor gesehen und ich frage mich wie die natur so etwas fazinierendes zustande bringt.


Anschliessend ging es nun wieder weiter auf den anscheinend niemals endenden geradeaus führenden strassen richtung queensland.
Als wir nun endlich an der grenze zu queensland ankamen erwartete uns als erstes ein kleines dorf das von sich behauptet 5 jahre und 30 min vorraus zu sein, ich hatte eher das gefühl das es 50 jahre zurück liegt.
Die kleinen städte sehen hier eigentlich alle gleich aus, links und rechts der hauptstrasse ein paar shops zum einkaufen und am anfang und am ende eine tankstelle. Mir fällt es oft schwer nach zuvollziehen wie man sich irgendwo im nirgendwo zwischen hässlichen blechhütten wohlfühlen und wohnen kann.
Nach einigen hundert kilometern passierten wir seit langem mal wieder eine grössere stadt und zwar mount isa, eine mienenstadt mit 20 tausend einwohnern, aber auch hier war nicht wirlich viel zu sehen und wir entschlossen uns schnell weiter zu fahren.

Es war wunderschön zu sehen wie nun kilometer für kilometer so langsam der natur mehr leben eingehaucht wurde und das gras,die bäume und sträucher immer grüner wurden.
Es tat mir gut nach so langer zeit im outback mal wieder grün zu sehen statt immer nur rot :-)

gegen nachmittag fing es ziemlich stark an zu regen und es war schön zu merken wie sich die luft abkühlt und man nicht dauernd damit beschäftigt ist sich die schweiss tropfen von der stirn zu wischen.
Wir entschlossen uns einen schönen campingplatz zu finden und uns dort von dem anstrengenden tag auszuruhen.Wir hatten aber das problem das es langsam anfing zu dämmern und die campingplätze schon geschlossen hatten.
Wir fuhren im stömenden regen von einem zum anderen campingplatz und mussten feststellen das es gar nicht so einfach ist im dunkeln bei sehr starkem regen einen campingplatz zu finden trotz oder gerade wegen der ausschilderung.
Hier in north queensland ist das zuhause der aga-kröte (cane toads-wiki link) als wir so durch den regen fuhren tummelten sich tausende von ihnen auf der strasse und es war uns unmöglich ihnen auszuweichen. Nachdem ich dieses ausmass der population gesehen habe kann ich verstehen das diese kröten hier nicht wirklich beliebt sind.
Nun ja, zurück zur campingplatz suche.als wir es schon fast aufgegeben hatten und wir uns eigentlich einig waren unseren camper irgendwo in einer seiten strasse zu parken und dort zu übernachten, sahen wir plätzlich ein campingschild. Dieses führte uns 8 kilomter in den regenwald hinein und nach diesen acht kilometern fing auf einmal eine dirtroad an. Wir waren uns beide nicht wirklich sicher wo wir da jetzt gelandet sind und hofften das wir für diese ganze fahrerei belohnt werden.
Dies war dann zum glück auch wirklich der fall, nach 1000km und ca. 12 std fahrtzeit endeten wir auf einem campingplatz in einem nationalpark, auf dem man sich selber registrieren konnten.
Wie schön es dort war, sahen wir erst am nächsten morgen als es hell wurde und der regen verschwand.


Es war ein wirliches paradies dort, man musste nicht mal hundert meter laufen und man gelangte zu einem wundersschönen fluss der sich durch den regenwald schlengelte und von grossen bergen umgeben war. Ich kam mir vor wie im film und hatte das gefühl in europa zu sein.
Wir verbrachten einen halben tag dort und ich genoss es wirklich mal wieder in kristallklarem süsswasser zu schwimmen. Wie könnte es auch anders sein, als wir am baden waren stiessen zwei anderen leute hinzu und es stellte sich heraus das sie aus bülach sind. Es ist manchmal echt verückt, sogar im tiefsten jungle trifft man noch „bekannte“.
Anschliessend beschlossen wir nur noch eine kurze strecke zurück zu legen und dann an einem schönen strand für den rest des tages auszuspannen.
Wir fanden einen wirklich bezaubernden strand mit palmen, tropischem flair und viel dschungel ringsrum.


Der strand war übersäht von millionen von klitze kleinen sandkügelchen. Diese entstehen durch die krebse die ihre löcher in den sand graben und den überflüssigen sand zu kugeln formen um sie besser abzutransportieren, echt faszinierend...


wir stibitzten und zwei kokosnüsse die ich vor einigen minuten geöffnet habe und ich kann nur sagen : hmmmmmmmmmmmm lecker!
Am nächsten tag hatten wir nur noch ca. 150 km vor uns bis nach cairns bzw. Mareeba, dort lebt simones tante und cousine die sie schon seit 19 jahren nicht mehr gesehen hat.
Als wir so auf dem highway unterwegs waren, merkten wir einmal wieder wie unsere magen anfingen zu knurren und wir beschlossen eine mittagspause einzulegen. Wir fanden einen sehr schönen ort und zwar die josephine falls, diese waren umgeben von traumhaften tropischen regenwald, kleinen nebenflüssen und tausenden von kleinen krabbeltierchen.




Ich fande es dort einfach wunderschön und mich hat diese ganze umgebung vom hocker gerissen, vorallem meine kamera hat sich gefreut einmal wieder viel grünes vor die linse zu bekommen.

Mittlerweile sind simone und ich seit 2 tagen hier in mareeba und simone ist sehr glücklich ihre tante und cousine wieder gefunden zu haben.
Wir werden nun einige zeit hier bleiben und von hier aus mehrere tagestouren bzw. auch längere sightseeing touren unternehmen..
Sonstiges:

Simone macht bekanntschaft mit einem kaefer :-)

und ich versuche diese zwei teufels murmeln auseinander zu kriegen...

Rock n Roll baby.....

Unterwegs......

















