Sonntag, 23. März 2008

Roadtrip from Alice Springs to Cairns

letzten sonntag ging es nun endlich wieder auf reisen. Vor uns lag eine strecke von ca. 2.800 km, wir hatten uns vorgenommen diese strecke in ca. 4 – 5 tagen hinter uns zu bringen.
Also ging es um 9 uhr am sonntag los und wir fuhren erst einmal stunden lang durch die rote einöde des outbacks.







Es war sehr heiss (ca. 40 grad) und da unsere klimaanlage zuviel benzin verbraucht,verzichteten wir also auf sie.
Unterwegs gab es die ersten 800 kilometer nicht wirklich viel zu sehen, wir passierten einige einsame roadhäuser in denen die zeit wohl in den 50er jahren stehen geblieben scheinte und mussten so einigen echsen auf der strasse ausweichen.










Die erste „attraktion“ war eine tankstelle bzw, eine kleine Siedlung am highway die von sich behauptet, dass dort sehr viele Ufos landen und auch schon entführungen von aliens stattgefunden haben sollen :-)
uns begrüsste dort erstmal eine grüne alienfamilie und ein hinweisschild, dass man aufpassen müsse da der highway auch als ufo landebahn benutzt würde.



ehrlich gesagt wundert mich das ein wenig, also wenn ich ein alien wäre würde ich mir bestimmt einen freundlicheren fleck zum landen und entführen suchen...
in dem roadhaus schmückten dutzende von zeitungsberichte über ufos und aliens die alten wände.



Es war sogar ein kingkong schrein aufgebaut, mir fehlte da aber jeglicher zusammenhang zu den aliens, aber was solls, bin ja in australien da ergibt wohl nicht immer alles sinn.

















Nach einem kurzen zwischenstopp und einem feinen eis ging es dann in der brüttenden hitze weiter richtung osten.
Unser nächstes ziel waren die devils marbles (murmeln des teufels), sie erhielten ihren namen von kuhtreibern die früher immer wieder ihre grossen kuhherden durch dieses gebiet treiben mussten. Jedesmal wenn sie dieses gebiet passierten starben einige kühe, also dachten sie, dass dieses gebiet mit einem fluch belegt sei. In wirlichkeit sind in diesem gebiet aber unterirdische vulkanativitäten vorhanden und durch die gase die an die oberfläche gelangen werden die pflanzen vergiftet. Dies ist also der grund für das sterben der kühe.









Die devils marbles sind steinformationen die einfach unglaublich aussehen, die steine sind zum teil oval wie ein ei und stehen frei aufeinander. Ich habe so etwas noch nie zuvor gesehen und ich frage mich wie die natur so etwas fazinierendes zustande bringt.



Anschliessend ging es nun wieder weiter auf den anscheinend niemals endenden geradeaus führenden strassen richtung queensland.
Als wir nun endlich an der grenze zu queensland ankamen erwartete uns als erstes ein kleines dorf das von sich behauptet 5 jahre und 30 min vorraus zu sein, ich hatte eher das gefühl das es 50 jahre zurück liegt.
Die kleinen städte sehen hier eigentlich alle gleich aus, links und rechts der hauptstrasse ein paar shops zum einkaufen und am anfang und am ende eine tankstelle. Mir fällt es oft schwer nach zuvollziehen wie man sich irgendwo im nirgendwo zwischen hässlichen blechhütten wohlfühlen und wohnen kann.
Nach einigen hundert kilometern passierten wir seit langem mal wieder eine grössere stadt und zwar mount isa, eine mienenstadt mit 20 tausend einwohnern, aber auch hier war nicht wirlich viel zu sehen und wir entschlossen uns schnell weiter zu fahren.

















Es war wunderschön zu sehen wie nun kilometer für kilometer so langsam der natur mehr leben eingehaucht wurde und das gras,die bäume und sträucher immer grüner wurden.
Es tat mir gut nach so langer zeit im outback mal wieder grün zu sehen statt immer nur rot :-)









gegen nachmittag fing es ziemlich stark an zu regen und es war schön zu merken wie sich die luft abkühlt und man nicht dauernd damit beschäftigt ist sich die schweiss tropfen von der stirn zu wischen.
Wir entschlossen uns einen schönen campingplatz zu finden und uns dort von dem anstrengenden tag auszuruhen.Wir hatten aber das problem das es langsam anfing zu dämmern und die campingplätze schon geschlossen hatten.
Wir fuhren im stömenden regen von einem zum anderen campingplatz und mussten feststellen das es gar nicht so einfach ist im dunkeln bei sehr starkem regen einen campingplatz zu finden trotz oder gerade wegen der ausschilderung.
Hier in north queensland ist das zuhause der aga-kröte (cane toads-wiki link) als wir so durch den regen fuhren tummelten sich tausende von ihnen auf der strasse und es war uns unmöglich ihnen auszuweichen. Nachdem ich dieses ausmass der population gesehen habe kann ich verstehen das diese kröten hier nicht wirklich beliebt sind.
Nun ja, zurück zur campingplatz suche.als wir es schon fast aufgegeben hatten und wir uns eigentlich einig waren unseren camper irgendwo in einer seiten strasse zu parken und dort zu übernachten, sahen wir plätzlich ein campingschild. Dieses führte uns 8 kilomter in den regenwald hinein und nach diesen acht kilometern fing auf einmal eine dirtroad an. Wir waren uns beide nicht wirklich sicher wo wir da jetzt gelandet sind und hofften das wir für diese ganze fahrerei belohnt werden.
Dies war dann zum glück auch wirklich der fall, nach 1000km und ca. 12 std fahrtzeit endeten wir auf einem campingplatz in einem nationalpark, auf dem man sich selber registrieren konnten.
Wie schön es dort war, sahen wir erst am nächsten morgen als es hell wurde und der regen verschwand.



Es war ein wirliches paradies dort, man musste nicht mal hundert meter laufen und man gelangte zu einem wundersschönen fluss der sich durch den regenwald schlengelte und von grossen bergen umgeben war. Ich kam mir vor wie im film und hatte das gefühl in europa zu sein.
Wir verbrachten einen halben tag dort und ich genoss es wirklich mal wieder in kristallklarem süsswasser zu schwimmen. Wie könnte es auch anders sein, als wir am baden waren stiessen zwei anderen leute hinzu und es stellte sich heraus das sie aus bülach sind. Es ist manchmal echt verückt, sogar im tiefsten jungle trifft man noch „bekannte“.

Anschliessend beschlossen wir nur noch eine kurze strecke zurück zu legen und dann an einem schönen strand für den rest des tages auszuspannen.
Wir fanden einen wirklich bezaubernden strand mit palmen, tropischem flair und viel dschungel ringsrum.



























Der strand war übersäht von millionen von klitze kleinen sandkügelchen. Diese entstehen durch die krebse die ihre löcher in den sand graben und den überflüssigen sand zu kugeln formen um sie besser abzutransportieren, echt faszinierend...


























wir stibitzten und zwei kokosnüsse die ich vor einigen minuten geöffnet habe und ich kann nur sagen : hmmmmmmmmmmmm lecker!



Am nächsten tag hatten wir nur noch ca. 150 km vor uns bis nach cairns bzw. Mareeba, dort lebt simones tante und cousine die sie schon seit 19 jahren nicht mehr gesehen hat.
Als wir so auf dem highway unterwegs waren, merkten wir einmal wieder wie unsere magen anfingen zu knurren und wir beschlossen eine mittagspause einzulegen. Wir fanden einen sehr schönen ort und zwar die josephine falls, diese waren umgeben von traumhaften tropischen regenwald, kleinen nebenflüssen und tausenden von kleinen krabbeltierchen.











Ich fande es dort einfach wunderschön und mich hat diese ganze umgebung vom hocker gerissen, vorallem meine kamera hat sich gefreut einmal wieder viel grünes vor die linse zu bekommen.



Mittlerweile sind simone und ich seit 2 tagen hier in mareeba und simone ist sehr glücklich ihre tante und cousine wieder gefunden zu haben.
Wir werden nun einige zeit hier bleiben und von hier aus mehrere tagestouren bzw. auch längere sightseeing touren unternehmen..

Sonstiges:


Simone macht bekanntschaft mit einem kaefer :-)


und ich versuche diese zwei teufels murmeln auseinander zu kriegen...


Rock n Roll baby.....


Unterwegs......







Frohe Ostern

ICH WUENSCHE EUCH ALLEN FROHE OSTERN.



Uebrigens moegen manche Australier keine Hasen weil es hier ein extrem grosses Problem mit Ueberpopulation gibt. Die Hasen wurde durch weisse Siedler nach Australien gebracht und haben sich hier rasend vermehrt. Darunter mussten auch die einheimischen Tiere leiden. Sozusagen aus Protest kaufen nun einige Australier keine Osterhasen mehr sondern nur noch Osterbilbies. Die Bilbies (Wiki-Link)sind eine der bedrohten Tierarten in Australien. Manche Supermaerkte verkaufen auch noch Osterwombats.

Freitag, 21. März 2008

Endlich mal wieder was Gruenes....

Hier nun endlich mal wieder ein lebendiges Foto von mir :-)

Dienstag, 11. März 2008

Die letzte Woche hat geschlagen...

So, nun heisst es bald good bye alice springs und zwar am sonntag. wir werden nun endlich richtung cairns fahren, voraussichtlich werden wir ca. 3-4 tage unterwegs sein.


Größere Kartenansicht

ich bin froh das es nun wieder weiter geht, denn ich habe wirklich genug von meiner momentanen tätigkeit.meine arbeit ist in den letzten 2-3 wochen richtig nerven aufreibend geworden, denn es ist einfach alles chaotisch und unorganisiert.

mein chef ist eine ziemlich faule person, um es mal höflich auszudrücken...
meistens verrichte ich den hauptteil der arbeit und er lässt es sich nicht nehmen gemütlich daneben zu stehen und mir nutzlose ratschläge zu geben. falls es ihm mal in den sinn kommt zu arbeiten, verletzt er sich ständig, stolpert über so ziemlich alles worüber man auch nur stolpern kann, oder lässt es sich nicht nehmen sich mal gelegentlich mit der flex in den finger zu schneiden.
Ausserdem sind ja immer die anderen schuld und natürlich nie er selbst!!
Soviel zu meinem chef, die arbeitsweise ist eigentlich fast noch chaotischer als er.
Fast die hälfte meiner arbeitszeit verbringe ich damit auf material zu warten bzw. material zu suchen. ich kann in der regel davon ausgehen, dass es immer zu wenig schrauben hat und auch sonst meistens vieles knapp kalkuliert ist. da kommt es schon mal vor das mein chef auf einmal für 3 std. verschwindet um neues werkzeug oder material zu kaufen. ich frage mich manchmal wie hier geld verdient wird :-)
wir warten nun schon seit mehr als 7 tage auf einen truck von perth der uns mit neuem material versorgen sollte, dieser traf zum glück heute ein. auf diesem truck befand sich ein schiffskontainer der entladen werden musste. nach einer weile stellten die blitzköpfe aber fest das sie zwar einen kran haben um diesen abzuladen aber keinen der den kran bedienen kann und darf. wir beendeten deshalb unseren tag heute um 12h. Solche dinge kommen fast täglich vor und es fällt mir mittlerweile echt schwer diese ganzen leute dort noch ernst zu nehmen...


bild links ist eines der häuser an denen ich arbeite, bild rechts ist ein wirbelsturm, ein sogennanter "whirly whirly" diese sieht man mehrmals täglich hier...






hier noch ein ca. 340 grad panorama meines Arbeitsplatzes, sieht zwar schön und harmlos aus, ist aber durchschnittlich 38 grad heiss, staubig und voll von inkompetenten arbeitern :-)

Montag, 3. März 2008

Remake...

bin neulich auf ein paar alte panorama aufnahmen gestossen als ich durch meine dateien stöberte.hier nun ein remake, hoffe es gefällt!!!






Sonntag, 2. März 2008

Pictures without words




Australian Football














am freitagabend war hier in alice springs nun endlich mal was los. ich würde sagen sogar das highlight des jahres: das footballspiel der westcoast eagles (western australia) gegen die carlton (victoria). dieses ereignis konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und da unserer nachbar ein eingefleischter fan der westcoast eagles ist, versuchte er uns ein wenig mit den regeln des australischen footballs bekannt zu machen. ich muss sagen das ich kaum etwas von den regeln verstanden habe, da es einfach unglaublich kompliziert ist.














das stadion war ziemlich gut besucht für alice springs verhältnisse, es waren ca. 8000 zuschauer dort, also etwas mehr als ein drittel der einwohner :-)
das spiel war nicht all zu spannend es ist auch schwer einem spiel zu folgen bei dem man die regeln kaum verstanden hat.
Hier ein paar infos die ich noch verstanden habe:
  • jedes team hat 18 spieler
  • der ball ist oval, wie das spielfeld auch
  • der ball darf nicht geworfen werden
  • hmmm, da ist mein latein schon am ende....













ich glaube simone kümmerte sich weniger um die regeln und den spielablauf, ihre blicke waren eher auf die gut trainierten männerkörper gerichtet (ihre meinung dazu gibts hier). schade das football ein männersport ist, ich hätte natürlich nichts dagegen gehabt durchtrainierte frauenkörper bestaunen zu dürfen, dann wäre es für mich wahrscheinlich auch ein wenig spannender gewesen :-)














wen es interessiert hier ist noch ein link über den australischen football (Ozi Rules Football)