Sonntag, 10. Juni 2007

The red centre, the middle of nowhere, oder einfach nur das Outback...

Nun als ich letzten Samstag in Alice Springs (Map) landete, kam ich mir vor wie am ende der welt. karge landschaft, kaum gruenes und sau kalt. ich hatte nun noch einen tag zeit in alice springs bevohr meine 3 taegige outbacktour starten sollte.
natuerlich nutzte ich diesen tag um mich ein wenig in diesem seltsamen ort um zu schauen, ich hatte einen 38 Jaehrigen englaender kennen gelernt und wir schlenderten durch die strassen.wirklich viel zu sehen gibt es in alice allerdings nicht. man kann einige museen der anboriginies besuchen, ein reptilhaus und sonst noch ein paar nicht allzu nennenswerte sehenswuerdigkeiten.





das traurige an diesem ort sind die aboriginies, die sich leider mit ihrem verhalten keinerlei ehre machen. ueberall an den strassen stifft man zu 90 prozent betrunkene und sehr schlecht riechende aborigienies. nachts sollte man sich eigentlich nicht mehr gross auf den strassen alleine aufhalten, da man sonst unter umstaenden opfer von einem gewaltverbrechen werden koennte.
nach einen tag hatte ich dann auch genug von alice springs und war froh das am naechsten tag meine tour startete und ich freute mich mal wieder auf ein bisschen adventure.
ich wurde um 5.30h an meinem backpacker abgeholt und los ging die sehr lange fahrt ins outback.
wir hatten echt glueck was unseren tourguide und die groesse unserer gruppe anging. normalerweise sind diese gruppen ca. 14-24 personen gross, in unserem fall waren wir aber nur sieben. das glueck daran war, dass wir dadurch mit einem 4wd jeep starteten und nicht mit einem bus wie es groessere gruppen tun.
dadurch konnten wir auch strassen passieren die eben nur mit 4wd autos befahren werden koennen, was uns einige fahrzeit sparte.
also nun sassen wir also zu siebt hinten in diesem jeep und hatten 500 kilometer vor uns bis zu unserem ersten ziel, dem uluru( Map und Geschichte) . da blieb natuerlich genug zeit um sich kennen zu lernen, zu plaudern, zu schlafen und natuerlich diese unendlich weite landschaft zu betrachten, die sich sowieso nie aenderte.



war irgendwie eine sehr moralische fahrt, unendlich gerade strassen, rechts und links roter sand gespickt mit kargen bueschen und dazu australische "busch" musik. habe es sehr genossen...
nach also ca. 6std. fahrt konnte man nun langsam am horizont erkennen wie sich ein seltsam geformter berg langsam naehert und die neugier war allen ins gesicht geschrieben.
als wir nun endlich am uluru ankamen, staunte nun wirklich jeder wie unglaublich riesig und faszienierend dieser Sandstein in mitten der wueste ist. ein wirklich magischer ort!!
ich wuerde sagen, dass fast jeder bei dem wort australien ziemlich schnell auch mal an den ayers rock denkt. 1000 fach fotografiert koennen wir ihn in zeitschriften und reisemagazin bewundern. dies ist aber alles nichts im vergleich wenn man dann davor steht. einfach nur riesig und unglaublich beindruckend.
wir hatten nun also zeit zum wandern und konnten selbst entscheiden was, wie und wie lange wir unsere wanderung gestalteten. ich beschloss einmal um den ganzen berg herum zu spazieren (10 km) was sich auch wirklich lohnte. man sah die seltsamsten felsformationen und loecher in diesem roten stein, die viele fragen offen liessen...












nach 10 km und ca. 100 fotos erreichte ich also wieder meinen anfangspunkt,von diesem fuehrte ein klettersteig auf den uluru hinauf. die meisten touristen nutzten diesen auch, ich beschloss aber aus respekt den aboriginies gegenueber dies nicht zu tun.



werde ein anderes mal (wenn ich dann wieder in deutschland bin) euch mal noch ein wenig mehr von der kultur und den ritualen der aboriginies berichten...



Nach dieser eindrucksvollen wanderung ging es schon wieder weiter, und zwar auf einen nahe gelegenen huegel um den sonnenuntergang zu beobachten. wie schon erwaehnt hatten wir viel glueck mit unserem tourguide. normalerweise besichtigt man den sonnenuntergang an einem von ca, 1000 personen ueberrannten platz, wir aber waren ganz alleine und schluerften champagner. einfach nur wunderschoen, kann man nicht in worte fassen diese stimmung... anschliessend ging es zur campingstelle, dort befand sich ein kleiner unterstand und eine feuerstelle.










nun hiess es endlich essen.
aber nun ja, leider muss man ja vorher erst mal feuer machen, gemuese schneiden usw.
dies taten wir dann auch zusammen und ich konnte mich in kuerzester zeit kaum mehr vor komplimenten retten.
Hatte mir schnell die titel: hero, chef, boris the survivor and boris the explorer verdient.
das war eigentlich auch nicht wirklich schwer, denn die ganzen anderen touirteilnehmer kamen aus grossstaedten und hatte ja zum teil noch nie ein lagerfeuer gesehen.
und da ich natuerlich wusste wie man feuer macht, am schnellsten gemuese schneidet und auf dem feuer kocht, wurde mir schnell vertraut! ich glaube der tourguide war ganz froh, dass jemand dabei war der mit anpacken konnte und nicht bei jedem nachtfallter kammerflimmern bekam.
war eine super nette runde wir assen am feuer und erzaehlten uns grusselgeschichten,tranken wein und legten uns schliesslich rund ums feuer in unseren swags (eine art besserer schlafsack) zum schlafen.



am naechsten tag brachen wir auf zu den ca. 60km entfernten "olgas" eigentlich kata tjuta ( Geschichte) gennant. dies ist ein gebiet in dem duzente monoliten aus dem boden ragen und ist ebenfalls eine heilige staette der aboriginies.
wir entschieden uns nun dort fuer eine 8km langer wanderung die uns durch schluchten und taeler fuehrte und atemberaubende ausblicke bescheerte. ich empfand die "olgas" eigentlich fast noch beindruckender als den uluru. ich glaube die bilder sprechen fuer sich....



Nach dieser sehr anstrengenden wanderung lagen wieder 400km fahrt vor uns und wirklich jeder von uns schlief wie ein baby auf dieser fahrt.jeder an jeden gekuschelt ging es also nun in richtung kings canyon( geschichte). dort angekommen bereiteten wir unser nachtlager vor, kochten,assen,tranken und schliefen bis am naechsten morgen :-)
wie koennte es auch anders sein wir standen wieder sehr frueh auf und fuhren zu unserem ausgangspunkt unserer letzten wanderung. an diesem tag hatten wir wieder ca. 7km vor uns und die meisten waren schon angeschlagen, daher blieben 2 englaenderinnen im auto und erholten sich dort. da dachte ich mir nur selber schuld, bin doch nicht nach australien gekommen um meine teure tour zu verschlafen. also auf gings erstmal einen relativ anstrengenden und steilen aufstieg von 100 metern hinauf. oben angekommen boht sich uns ein wundervoller blick ueber das outback.die wanderung war echt schoen, wir liefen entlang der schluchten und lernten sehr viel ueber einheimische pflanzen und ihre funktion bei den aboriginies. unser tourguide erzahlte uns, dass wir uns gerade in einem der besten kostenlosen einkaufshauser befaenden wo wir ueber 600 artikel faenden. damit meinte er eigentlich, dass die aboriginies hier alles finden wurden was sie zum leben braeuchten! die arten vielfallt betraegt am kings canyon ca. 200 arten mehr als am uluru.







nach dieser wanderung hiess es wieder 500km nach alice springs fahren , puuhh da hat man irgendwann auch mal genug.war aber eine sehr schoene und interessante fahrt. vorbei an wilden -kamel,-pferde und kuhherden ging es heimwaerts. es sprangen kangeroos aus dem busch und man konnte dingos sehen wie sie von unserem auto aufgeschreckt davon rannten.
es war eine wundervolle tour mit absolut faszienierenden eindruecken und momenten. ich glaube wir waren alle ein bisschen traurig als wir dann wieder in alice springs ankamen.
wir traffen uns noch zum abendessen und liessen unsere tour also ruhig und gemuetlich ausklingen. ich verbrachte noch zwei tage in alice springs und bestieg dann den ghan (wiki link) nach adelaide( Map).



war eine echt sau anstrengende 24 stuendige fahrt , alles wackelte und ich konnte nur ca. eine stunde schlaf finden. neben mir hatte es sich ein 65 jaehriger oesterreicher bequem gemacht und erzahelte mir fast sein ganzes leben.war auch sehr interessant, aber irgendwann auch mal genug.leider betrug der alterdurchschnitt in diesem zug ca. 55 jahre und ich konnte daher keine kontakte zu leuten in meinem alter knuepfen. nun bin ich seit 4 Tagen in adelaide und werde mitte der woche weiter nach perth (Map) und broom reisen. habe hier eine mitfahrgelegenheit gefunden und kann so relativ guenstig reisen.
wir werden vorraussichtlich 4 personen sein. 1 Schweizer, 2 Deutsche Maedels und ich... so bleiben die diesel kosten zum glueck ueberschaubar. werde dann versuche in perth einmal arbeit zu finden uns mein glueck als zimmermann zu versuchen!
Bis bald ihr daheim gebliebenen, es gruesst und freut sich ueber mails :-) Boris


Die Olgas

ohh je,ihr koennt euch garnicht vorstellen was dieser blog eintrag mich an nerven gekostet hat...bin nun kurz davor diesen pc hier im internet-cafe kurz und klein zu schlagen. nach 3 mal abstuerzen und jedes mal meine bilder wieder neu hochladen,verkleinern, bearbeiten,wunder ich mich gerade ueber mich selbst, normalerweise wuerde ich schon laengst amok laufen :-)
Haette euch gerne noch ein paar bilder mehr online gestellt, aber davuer reicht meine geduld nun wirklich nicht mehr....
hier noch ein paar fakten :
sitze nun seit 12h hier, es ist nun 18.20 :-(
und habe ungefaehr 17 dollar fuer diesen blog eintrag ausgeben muessen...



Freitag, 1. Juni 2007

Boris become a farmer...

Nun ja ihr lieben am anderen ende der welt, jetzt lasse ich endlich mal wieder etwas von mir hoeren nach einer laengeren pause.
nach dem ich simi in sydney verabschiedete, wartete eine 13 std. lange busfahrt auf mich und zwar nach byron bay (wiki-link) ein ort voller hippies und seltsamer menschen, mit der wohl hoechsten arbeitslosen rate australiens...
ich hatte mir in der naehe eine unterkunft organiesiert bzw. eine farm.
hier in australien gibt es eine organisation die sich wwoofing (World-Wide Opportunities on Organic Farms) organisation nennt.
wwoofing bedeutet nichts anderes als auf biologischen farmen zu arbeiten, man arbeitet in der regel zwischen 4-6 std. am tag und bekommt dafuer freie uebernachtung und essen.
nun ja, wie schon gesagt nahm ich den bus nach byron bay und wusste das mich dort jemand abholen wuerde,was mich aber dort erwartete war voellig ungewiss und so lag mal wieder ein kleines abentweuer vor mir.
Als ich dort ankam erwartete mich ein ca. 60 jahre alter mann, dem die brusthaare schon fast bis zum kinn zu wachsen schienen. schon ging es los, gepaeck in den kofferraum und vollgas zur farm.
wir bogen in eine kleine suesse strasse in Newrybar (Map, ca. 20km von Byron Bay) ein die das schild "wild goose chase" schmueckte.
ich war nun also an meinem ziel angelangt an dem ich die naechsten 3 wochen so einiges erleben sollte.
die aussicht war herrlich, man blickte ueber alpaka-weiden, regenwaelder bis hin zum meer...





kaum angekommen und der famillie vorgestellt (Jacqui,Alaistair,Emily und Kai) ging es auch schon los und zwar ab zum fussballspiel der kleinen 5 jahre alten emily.
habe selten etwas so amuesantes gesehen wie dieses spiel. 22, 5 jaehrige rannten unkordiniert dem ball hinter her und versuchten einen tritt zu erhaschen...erinnerte mich irgendwie an ein wolfsrudel, dass seit wochen nichts mehr gefressen hatte und nun ein schaaf sieht.
anschliessend wurde ich in jacquis(Meine Gastgeberin) regenwald projekt eingeweit, d.h sie haben riesiege flaechen von weideland, die sie mit regenbaeumen pepflanzen bzw. wieder aufforsten.
also wurde mir kurz gezeigt wie man diese baeume pflanzt: loch in erde, duenger rein, pflanze rein und erde wieder fest druecken.dies war dann meine beschaeftigung fuer die naechsten 3 tage, ich pflanzte ca. 140 baeumchen und hatte danach ca. eben so viel blasen an der hand.





mittlerweile hatte ich aber auf english gelernt zu sagen : "is it possible that i could do a other kind of work tommorrow??!!" und siehe da, es hatte sich also gelohnt einen blick in das woerterbuch zu werfen.
die darauf folgenden tage wurde ich meinen faehigkeiten entsprechend eingesetzt, es gab viel zu reparieren,also beschaeftigte ich mich damit den alpakas wieder einen warmen unterstand zu bauen, schaafe einzutreiben,unkraut zu spritzen,aeste auf zu lesen, waschmaschine und motorsaege zu reparieren,baeume zu faellen,garten zu pflegen,zu kochen,zu waschen, mit den kindern zu spielen und zu guter letzt natuerlich auch ein wenig zu relaxen.
nun als jacqui wieder einviel das ich ja zimmermann war, glitzerten auf einmal ihre augen und ich sah foermlich wie ihre gedanken realitaet an nahmen.
"Ohh, ich wuensche mir schon lange eine neue und groessere terrasse, aber bis jetzt war noch niemand da der das konnte, kannst du das bauen?"
und ich natuerlich von meiner fachlichen kompetenz voll ueberzeugt : "of course, no problem"
denkste, no problem.....da hatte ich mir mal wieder was aufgehalst...
zu erst hiess es wir wollen unsere terrasse 3 meter verlaengern, ob das moeglich sei in 2 wochen,ich stimmte dem zu.
aus irgendeinem grund kam man aber auf die idee das ja die pfosten die sicht behindern und die pfette nun ja auch schon recht alt waere und ach ja, die alte terrasse waere ja auch nicht mehr so schoen.dass hiess fuer mich also balken rausreissen,pfette erneuern und die alten bretter rausreissen. eigenltich alles dinge die nicht in meiner zeit kalkulation inbegriffen waren...
nun konnte ich aber endlich mit dem eigentlichen projekt beginnen, mit der neuen terasse.
Ich zeichnete plaene,rechnete und versuchrte so gut es ging alles auf englisch mit meiner gastfamillie zu besprechen.zum glueck griff mir ein befreundeter bauarbeiter der famillie ein wenig unter die arme und half mit der bestimmung der holzarten und der dimensionen.ich hatte ja keine ahnung von den hier einheimischen hoelzern und ihrer tragfaehigket.
ich muss sagen dieses deck war eine herrausforderung erster klasse, vom fundament bis zur fertigsetllung der deckbretter war alles mir ueberlassen und ich war manchmal kurz davor auf zu geben.
aber ich bin ja nicht hier um auf zu geben, daher sammelte ich nochmal meine kreafte und los gings.








ich artbeitete nun die ganze letzte zeit dort an dem "deck"... muss sagen, diese aufgabe ist mir gut gelungen und ich bekam lob von allen seiten.
aufeinmal viel jedem ein er haette ja auch noch etwas um zu bauen und ich koennte doch vorbei kommen...ich haette hier wahrscheinlich fuer jahrzehnte ausgesorgt und die arbeit wuerde bestimmt nicht ausgehen.

Nun neigte sich aber auch diese schoene und erfahrungsreiche zeit dem ende zu.
habe hier sehr viel gelernt ueber tiere, baeume, lebensart der australier, kultur und essen.
wurde hier kulinarisch verwoehnt wie im paradies,avocado-,orangen-, zitronen- limonadenbaeume und passionsfruechte vor der tuer, man musste nur raus gehen und sich zum fruehstueck eine pfluecken...

Lemonades Passionsfruechte




meine gastgeberin kochte wie ein goettin und zeigte mir duzente neue geschmaecker und gerichte. Als sie eines tages erfuhr das ich fuer kaese sterben wuerde,war auf einmal am naechsten tag der kuehlschrank gefuellt mit den feinsten kaese sorten.
Ich hatte eine wundervolle zeit hier, die kinder waren echt suess und ich wurde einfach rundum verwoehnt.

----- THANK YOU VERY MUCH FAMILY ANNANDALE -----

bin nun heute (1.6.2007) mit dem bus weiter nach brisbane gereist und werde morgen nach alice springs fliegen, dort habe ich eine 3 Tagestour um den Uluru und das outback gebucht.
ihr seht also es folgen noch viele weitere berichte fuer euch :-)
seit alle ganz lieb gegruesst und lasst es euch gut gehen, Boris

Hier noch ein paar andere eindruecke:

War ein Seifenkistenrennen, das event des Jahres :-)




Arebeiten und danach relaxen...


Just Pics......






Hier noch eine Info zum unteren Bild, ist eine spiegelung von einer deckenlampe in meinem teleobjektiv, dass ohne deckkappe auf dem boden stand.hat mich fasziniert wie die verschiedenen linsen das licht wieder spiegeln :-)

Sooo, habe nun 5 std. an diesem blogeintrag gearbeitet und hiermit wuensche ich gute nacht :-)